SP Kantonsrat Martin Sailer hat in der Frühlingssession Anfang März seinen Rücktritt mitgeteilt. Nach zehn Jahren Engagement im Kantonsrat nennt er als Gründe die knappe Zeit für sein Kind sowie die Tatsache, dass er mit dem Neubau des Zeltainer ganzjährig als Kulturveranstalter tätig sein wird. Nachrücken für Martin Sailer wird Ruedi Bösch aus Wattwil.
Anfang März hat Martin Sailer seinen Rücktritt bekannt gegeben. Er wird auf Ende der Sommersession 2026 sein Engagement als Kantonsrat beenden. Als Gründe für seinen Rücktritt nennt Martin Sailer einerseits die fehlende Zeit mit seinem jungen Sohn: «Er ist jetzt in einem Alter, in dem er gerne viel Zeit mit seinem Vater verbringt und mich braucht. Das möchte ich nicht verpassen.» Zudem wird er mit dem Neubau des Zeltainers zukünftig ganzjährig als Kulturveranstalter tätig sein.
Grosser Einsatz für Kultur und Toggenburger-Projekte
Martin Sailer wurde 2016 als Parteiloser in den Kantonsrat gewählt und trat 2018 in die SP ein. Bis 2023 bildete er gemeinsam mit Christoph Thurnherr die sozialdemokratische Vertretung des Toggenburg. Nachdem die SP 2024 einen Sitz verloren hatte, war Sailer der einzige SP-Kantonsrat aus dem Tal. Während seiner Amtszeit arbeitete Martin Sailer in fast 40 vorberatenden Kommissionen mit. Dabei setzte er sich auch für Toggenburger Projekte ein, etwa für den Neubau der Kantonsschule, für das Spital Wattwil oder den Steinbruch Starkenbach. Sein besonderes Engagement galt der Kultur: Mit der Gründung der parlamentarischen IG Kultur setzte er ein klares Zeichen und ergriff konsequent Partei für kulturelle Anliegen. Dabei wehrte er sich immer wieder gegen Sparmassnahmen, die erfahrungsgemäss häufig zuerst den Kulturbereich treffen – wie zuletzt in der vergangenen Frühlingssession der Umbau des Lotteriefonds.
Die SP Kanton St.Gallen dankt Martin Sailer für sein Engagement für eine gerechten und lebenswerten Kanton St.Gallen sowie für das Toggenburg während der vergangenen zehn Jahre – Sailer hat nicht eine einzige Fraktionssitzung und keinen Sessionstag verpasst. Für die Kultur ging er stets die Extrameile und liess nichts unversucht.
Ruedi Bösch aus Wattwil rückt nach
Mit dem Wattwiler Ruedi Bösch rückt eine neue Generation nach. Seit den Erneuerungswahlen 2024 ist er erster Ersatz und freut sich, politische Verantwortung zu übernehmen. 2021 wurde Ruedi Bösch als Gemeinderat in Wattwil gewählt, legte das Amt aber aufgrund seines Umzugs nach Nesslau Ende 2022 nieder. Der Revierförster ist im Toggenburg aufgewachsen, im Tal stark verwurzelt und ist Vorstandsmitglied der SP Toggenburg. Themen wie Forst-, Holz-, und Landwirtschaft sind für ihn von grosser Bedeutung. Sein Wissen in Umwelt-, Wald- und Jagdpolitik möchte er einbringen. Die SP Kanton St.Gallen wünscht Ruedi Bösch einen guten Start in der Herbstsession 2026.
